Toscana: Die Hauptstadt Florenz

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Die Hauptstadt der Toskana gleicht fast schon einem riesigen Freiluftmuseum. Die Stadt am Arno, die rund 400.000 Einwohner zählt und von denen ca. 50.000 Studenten sind, ist das touristische Highlight der Toscana schlechthin. Mit seinen insgesamt 80 Kirchen und Klöstern, 40 Museen und Galerien und über 200 Palästen gilt Florenz neben Rom als die kunstreichste Stadt Italiens. 59 Jahre vor Christi Geburt wurde das antike Florentia von Julius Cäsar gegründet, ab dem 11 Jahrhundert erweiterte die Stadt ihre Macht bis zur beherrschenden Stellung in Mittelitalien. Zeuge ist der heute noch in der Toscana befindliche drittgrößte Dom Italiens, der mit seiner die Stadt beherrschenden 114 Meter hohen Kuppel zu den prägnantesten Wahrzeichen Florenz und der Toskana insgesamt gehört.

Florenz, Toskana
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Der Santa Maria del Fiore ist aber nicht nur ein Symbol für Florenz und der Toskana, sondern mit der ersten Freitragenden Kuppel seit der Antike mit einem Durchmesser von 45 Metern auch ein technisches Meisterwerk. Für heutige Architekten undenkbar, gab es zu Beginn des Baus 1294 nicht einmal einen Bauplan. Noch heute ist die Bauweise des Doms kaum zu skizzieren. Erst als sich 1421 die Realisierungsvorschläge von Filippo Brunelleschis durchsetzten, gab es überhaupt erst jemanden der eine Vorstellung hatte, wie die vorgesehene Kuppel bautechnisch zu errichten wäre. Die Lösung war eine innere und äußere Kuppel zu bauen, welche sich gegenseitig stützten.

Etwas von Brunelleschis Planung erlebt der Tourist in der Toscana noch heute ganz hautnah. Um die Statik des Santa Maria del Fiore zu gewährleisten, nimmt die Dicke der äußeren Kuppel nach oben hin kontinuierlich ab, während die innere Schale nahezu an Größe konstant bleibt. Der Zwischenraum, der Personen den Durchgang und die Besichtigung erlaubt variiert zwischen ein bis drei Metern. Jeder der die Kuppel betreten hat, weiß, dass einige Teile zweifelsohne bequem begehbar sind, andere jedoch schnell Engegefühle auslösen können. Doch viele weitere Sehenswürdigkeiten warten in der Toscana auf den Geschichtsinteressierten.

Florenz, Toskana
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Treffpunkt Piazza: Eine toskanische Stadt ohne Piazza? Undenkbar. Die Bauwerke um diese Plätze, die früher die politischen Zentren der Städte in der Toskana waren, allein machen allerdings noch keine Piazza. Mindestens ebenso wichtig sind die Menschen, die sich hier begegnen, ein Schwätzchen halten, ihre Garderoben ausführen, sich mit Freunden zum Abendessen verabreden. Ein Muss für jeden Besucher der Toskana ist somit ein Bummel über die Piazza della Signoria. Der Treffpunkt für Toscana Touristen aus aller Welt. Beherrscht wird der Platz vom gleichnamigen Palast der einstigen Machthaber, auch Palazzo Vacchio genannt und gesäumt von unzähligen Freiluftcafés und Restaurants. Überhaupt findet man in der Toscana insbesondere in Florenz etliche Enotecas mit toskanischen Spezialitäten und den besten Weinen der Region.

Florenz, Toskana
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Neben der Vielzahl von Kirchen und Museen und den exzellenten Möglichkeiten erstklassigen Essens besticht Florenz mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und ist über die Toscana hinaus berühmt für seine Lederwaren. Überall in der Stadt, an den Uffizien, am Strohmarkt und auf den Piazzas werden die Lederwaren angeboten und überall gilt: „Charmant handeln!“ Jeder der Händler ist bereit auf das ausgesuchte Stück der Begierde, ob Handtasche, Gürtel oder Portmonees, einen Nachlass zu gewähren. In den Markthallen nahe San Lorenzo findet man dann auch alles was man für die echte toskanische Küche benötigt. Nach Schmuck hält man am besten auf dem Ponte Vecchio Ausschau, die Via Tornabuoni und ihre Nebensträßchen sind die erste Adresse für italienisches Modedesign.

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